Abonnieren Sie unseren Newsletter

Kontakt

Internationalen Forums für Systemaufstellungen in Organisationen und Arbeitskontexten (infosyon) e. V.

Leinenweberstraße 1

D-36251 Bad Hersfeld

+49 6621 1723148

office@infosyon.de

Startseite      Kontakte       AGBs        Impressum 
  • Facebook
Kriterien professioneller Aufstellungen

Für das gute Leiten von Systemaufstellungen im Organisationsbereich wird unserer Erfahrung nach Folgendes benötigt:

  • das Denken in systemisch-konstruktivistischen Ansätzen 

  • theoretisches und praktisches Wissen über die Arbeit in und mit Organisationen 

  • ein fundiertes Wissen über theoretische und methodische Grundlagen von Aufstellungen 

  • prozessorientiertes Arbeiten entlang sich zeigender Phänomene 

  • ausgeprägte feinsensorische Wahrnehmungsfähigkeit und Intuition 

  • die klare Erarbeitung des Auftrags, des dafür geeigneten Settings und die Einbindung in laufende Prozesse 

  • die Beachtung einer sinnvollen und nützlichen Ankoppelung von Aufstellungsergebnissen an den Auftrag und die Ziele des Kunden 

  • persönliche Integrität und Autonomie; eine Haltung der Allparteilichkeit und Wertschätzung 

  • die Fähigkeit, sich von eigenen Absichten und Bildern zu lösen 

  • Klarheit gegenüber dem Kunden bezüglich der Möglichkeiten und Grenzen von Aufstellungen

Professionelle Haltung

Allparteilichkeit, Neutralität, Verantwortungsbewusstsein, Achtsamkeit, Wertschätzung und Bescheidenheit sind Begriffe, die für die professionelle Haltung einer Aufstellungsleiterin bzw. eines Aufstellungsleiters stehen.


Deutlich wird die professionelle Haltung insbesondere anhand der folgenden Praktiken:

  • Fokussierung auf hilfreiche und nützliche Lösungsansätze vor, während und nach dem Aufstellungsprozesses

  • Transparenz hinsichtlich der Arbeitshypothesen

  • Respektierung der vereinbarten Grenzen

  • Syntaktisches und möglichst deutungsarmes Arbeiten

  • Ausführliche Nachbesprechung nach jeder Aufstellung

Kompetente Arbeit mit Systemaufstellungen berücksichtigt aber auch noch weitere Aspekte:

  • Die Lösungen sind die (Eigen-)Leistung des Klienten(-Systems); sie entwickeln sich von innen heraus. Sie werden nicht von außen "implementiert" durch "Interventionen" eines wissenden Beraters

  • Systemaufstellungen sind als dialogische Gruppenleistung zu betrachten; die Aufstellungsleiter/innen bringen mit ihrem Repertoire an "Werkzeugen" nur hilfreiche Empfehlungen ein

  • Die Aufstellungsleiter/innen sind in der Zeit nach der Aufstellung für Fragen und evtl. Nacharbeiten verfügbar

  • Verschwiegenheit ist eine Selbstverständlichkeit

  • Aufsteller/innen leisten ein gutes Maß an "Eigenarbeit" im Sinne von regelmäßiger Weiterbildung, Super- bzw. Intervision und Selbstreflexion