Management zwischen Steuern und Driften - Der Tanz mit der Emergenz

Die Krise des eindimensionalen Managements

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhältnisse sind unübersichtlich geworden. Das findet seinen Niederschlag auch in Organisationen und trifft jene Personen, die sich mit deren Gestaltung, Entwicklung und Lenkung beschäftigen.
 
Mit Blick nach aussen ziehen Globalisierung, technische Innovationen und Sättigung der Massenmärkte die Aufmerksamkeit von Entscheidern auf sich. Aber auch Krisen und Katastrophen erregen ganz allgemein die Gemüter.

Dies hat Folgen auch auf die Binnendifferenzierung der Unternehmen. Experimente mit neuen Steuerungsarchitekturen sind weit verbreitet und sorgen für Verunsicherung bei all jenen Stakeholdern, die auf eine einzige – heilige – Ordnung abstellen wollen: Auf die Hierarchie.

Wo Fragen auftauchen, stellen sich auch Antworten ein. Die 3. Fachtagung des internationalen Forums für Systemaufstellungen in Organisationen und Arbeitskontexten (infosyon) will unterschiedliche Antworten auf Probleme im Zusammenhang mit dem Umgang mit Komplexität aufgreifen und ein Forum für den gegenseitigen Austausch bieten.

Dabei haben die Macher der Tagung bewusst Repräsentanten von unterschiedlichen Ansätzen der Bewältigung von anstehenden Problemen eingeladen; gerade weil sie davon überzeugt sind, dass die Lösung komplexer Fragen durch Vielfalt besser gelingt.

Lösungsansätze des Projektmanagements, des Konzeptes der Learning Organisation und des Coachings…

Seit Jahrzehnten beschäftigt sich das Projektmanagement als systematische Problemlösungsmethodik mit der Implementierung innovativer Ansätze in Unternehmen. Gelegentlich wird es auch als Ausweg aus der Hierarchiekrise bezeichnet. Die weltumspannende Standardisierung von Vorgehensweisen und Werkzeugen soll sicherstellen, dass sich deren Nutzer schnell und irritationsfrei verständigen können.

Das etwas jüngere Konzept der Lernenden Organisation legt den Akzent auf Kommunikations- und Aushandlungsprozesse, die über die Hierarchieebenen hinweg erfolgen sollen. Zudem will es den Blick verstärkt auf emotionale und intentionale Aspekte im Zusammenhang mit Entscheidungen lenken. In diesem Sinn versteht es sich auch Ansatz, der aus den Holzwegen heraushilft, in die auf Rationalität abstellende klassisch-betriebswirtschafliche Ansätze geführt haben.

Das Coaching legt den Schwerpunkt vor allem auf die Pflege der Human Resource: Es stellt das Individuum in den Mittelpunkt des organisationalen Geschehens. Letztlich arbeitet es auf den optimalen „Fit“ hin zwischen den Fähigkeiten und Fertigkeiten des einzelnen Mitarbeiters und den Anforderungen, die sein Arbeitsumfeld an ihn stellt. „Work-Life-Balance“ lautet dabei die verheissungsvolle Losung.

… und der Systemaufstellung in Managementkontexten

Die Fachtagung will nun die Berührungspunkte zwischen der Systemaufstellung in Managementkontexten und diesen drei Lösungsrichtungen aufzeigen, aber auch noch weiter erkunden. Ausgangspunkt ist der jeweilige „State of the Art“ des entsprechenden methodischen Ansatzes. Dabei soll durchaus auch das Experiment des gemeinsamen Lernens gewagt werden.

 

Die Fachtagung hat entsprechend drei Schwerpunkte:

  • Darstellung der neusten Erkenntnisse im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen sowie die Präsentation von „Best Practice“ Fällen in Impulsreferaten und Workshops
  • Austausch mit Entscheidern aus Organisationen zu deren Wünschen und Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen in Bezug auf Problemlösungs- und Entscheidungsmethoden
  • Förderung des Dialogs zwischen den Vertretern der einzelnen Methoden zur Findung von integralen Lösungsansätzen

In diesem gemeinsamen Erkenntnis- und möglicherweise auch Findungsprozess stellen die Macher der Fachtagung auch auf das engagierte Teilnehmen der Besucherinnen und Besucher ab. Die Architektur und das Design sind so gestaltet, dass ein vielfältiger Austausch zwischen den Anwesenden unbesehen von ihrer beruflichen Herkunft möglich sein wird.

 

Für wen diese Fachtagung besonders interessant ist:

  • für BeraterInnen, die die Methode der Systemaufstellung als integrativen Bestandteil ihrer Organisationsberatung sehen und einsetzen wollen.
  • für Projektmanager, Organisationsentwickler und andere Vertreter klassischer Managementfelder, die die Methode der Systemaufstellung als innovativen Impuls für ihre eigenen Felder kennen lernen wollen.
  • für Führungskräfte und firmeninterne Personen, die mit komplexen Prozessen und Projekten zu tun haben. 
  • für an der Aufstellungspraxis interessierte Forscherinnen und Forscher

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