Dr. Friedrich Assländer:
Erfahrungen aus 10 Jahre Aufstellungen in der Wirtschaft
Andreas Sachs und Ulrich Cremer:
Quo Vadis OA – Aufstellung im Marketing mit Schwerpunkt Markenarchitektur - Marktforschung – Werbung - Innovation
Dr. Ing. Wolfgang Schnetzer:
Wenn Stolz und Dankbarkeit zusammenkommen
Dr. Ekkehard Nau:
Mein inneres Team – mein äußeres Team
Rolf Lutterbeck:
Systemdynamische Unternehmensanalyse - und was sich
daraus entwickeln kann
Dr. Klaus Schulte
INNOberatung als Institutionalisierung funktionaler Störenfriede
Erdmuthe Kunath
Aus der Praxis für die Praxis...
Gerhard Stey
Von der Verfertigung der Wirklichkeit beim Aufstellen
Im Folgenden werden nun die Workshops genauer beschrieben:
In diesem Workshop möchte ich meine Erfahrungen mit Aufstellungen in der Wirtschaft einbringen und über die verschiedenen Settings sprechen, in denen ich seit 10 Jahren mit Aufstellungen arbeite: offene Seminare, Inhouse-Seminare, Coaching, Ausbildung, Führungsseminare, verdeckte Aufstellungen, themenbezogene Aufstellungsseminare (z.B. Wo bleibt die Zeit?) u.a.. Es sind „Mini“-Aufstellungen zur Demonstration geplant. Es gibt Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch zur Akzeptanz und Bekanntheit der Methode in der Wirtschaft und über die Möglichkeiten des Erkenntnissgewinns aus Aufstellungen.
Workshopleitung: Dr. Friedrich Assländer
Marketing ist eine sehr natürliche Anwendung der OA, geht es doch um Positionierungen im Raum, Wurzeln und Fragen, wie ist eine Marke aufgestellt, in welche Produktfelder lässt sich die Marke stretchen, etc.? Das sind relevante Fragestellungen, bei denen die OA hervorragende „Insights“ aus den beteiligten Systemen liefern kann.
In der internen Umsetzung durch Projektarbeit profitieren Marketing/Projektmanager von optimierten Abläufen, verbessertem Zusammenspiel und commitment von allen. Die OA liefert „Insights“ im Marketingprozess, insbes. im Projektmanagement und kann speziell bezüglich Dynamiken zwischen den externen Systemen (relevanten Umwelten) hilfreiche Inputs für die Umsetzung liefern.
Auch qualitative Marktforscher und Werbeagenturen profitieren von der Anwendung der Methode im Vorfeld von Beratungen oder in gemeinsamen Projekten mit Ihren Kunden.
Die Referenten berichten mit Fallbeispielen und Demos über neue Anwendungsbereiche der OA im Bereich von Marken-Aufstellungen, wie Dachmarken-Aufstellung, Innovations-Aufstellung, Stakeholder-Aufstellung, Konsumenten-Aufstellungen, etc. Neue Formate, die sich an bekannte Tools des Marketing anlehnen, Methoden und Prozesse werden im Mittelpunkt der Fallbeispiele stehen. Erfahren Sie, welche neuen Einsatzbereiche sich für die Managementpraxis und Beratung erschließen.
Workshopleitung: Andreas Sachs und Ulrich Cremer
In diesem Workshop geht es um Erfahrungen in der Karriereberatung mit verschiedenen Varianten der „Aufstellung des Herzenswunsches“ nach Siegfried Essen. Diese Aufstellungsform, für die nur drei bis vier Repräsentanten benötigt werden, arbeitet sehr prägnant mit dem Spannungsfeld zwischen Leistungswillen und Hingabesehnsucht. Im Vorfeld weit reichender Entscheidungen zum weiteren Berufs- und Lebensweg hat sie sich als wirkungsvolles Hilfsmittel bei der Suche nach einer guten Balance zwischen äußeren Anforderungen und Herzensbedürfnissen erwiesen. Stets geht es dabei um Fragen wie: Was kann und muss ich selbst in die Hand nehmen – und wo hilft nur das Vertrauen, dass das Leben es einigermaßen gut mit mir meint? Worauf werde ich am Ende stolz sein – und wo wird der Stolz sich mit Dankbarkeit verbinden in der Erkenntnis, dass auch die größte Anstrengung noch kein Garant für den Erfolg ist? Durch die Aufstellung gelingt es den Fallgebern oft, Ihre persönliche Situation tiefer zu verstehen und bisher nicht zugängliche Lösungsmöglichkeiten zu entdecken. Anhand von Beispielen aus Aufstellungen mit Führungskräften, Selbständigen, Existenzgründern und anderen Veränderungsbereiten werden die einzelnen Schritte demonstriert. Bei Bedarf kann ein Teilnehmeranliegen aufgestellt werden.
Workshopleitung: Dr.-Ing. Wolfgang Schnetzer
Die „vielen Seelen in meiner Brust“ können nicht nur mir persönlich zu schaffen machen. In der betrieblichen Zusammenarbeit, vor allem in Teams, wirken sich persönliche Dominanz oder Unsicherheit, Entscheidungsschwäche oder Egoismen und andere Folgen mangelnder innerer Balance klimaverschlechternd und leistungsmindernd aus.
Die Kombination von Persönlichkeitstypologie, Aufstellung von Persönlichkeitsanteilen im Einzelcoaching und Aufstellung des Teams im Team-Coaching führt schnell zu nachhaltigen Einsichten und Lösungen innerer und äußerer Irritationen und Konflikte. Das Konzept ist entwickelt aus den Arbeiten von Sparrer/Varga von Kibèd und Schulz von Thun und enthält die Elemente Selbstbildermittlung, Objektaufstellung und Teamaufstellung. Nach der Ermittlung des Persönlichkeitstypus nach C.G. Jung können in der Einzelarbeit die persönlichen Anteile aufgestellt und im Dialog integriert werden. In der Arbeit mit dem Team stehen die einzelnen Teammitglieder an ihrem ermittelten Platz im Typenrad, erleben direkt gemeinsame bis hin zu antagonistischen Positionen und erkennen unmittelbar und eindringlich sowohl Teampotenziale als auch Risiken. Das Konzept wurde mit vielen Teams während zweier Jahre erprobt und evaluiert.
Die Teilnehmer des Workshops bekommen praktisch vorgestellt, wie die beiden Instrumente Persönlichkeitstypologie und Aufstellung sinnvoll kombiniert und eingesetzt werden können.
Workshopleitung: Dr. Ekkehard Nau
Mit nachgestellten Beispielen und Live-"Blitzlicht"-Analysen
Seit vielen Jahren nutze ich im Coaching und in der Beratung integrale Organisations- und Strukturaufstellungen (basierend auf SySt) als wirkungsvolles Instrument für die Analyse und Fortentwicklung der "systemischen Aspekte" (die unteren Quadranten in Ken Wilbers Modell).
Zum Einstieg in die Unternehmensberatung lasse ich mir durch eine symbolische Strukturaufstellung auf dem Tisch ein Bild des Unternehmens(systems) mit wichtigen Komponenten (je nach Anliegen z.B. Erfolg, Kunden, Produkte, Ziele, Partner,...) zeigen. Dies ist in Business-Kontexten ohne mühsame Erläuterung der Methode problemlos möglich, da Visualisierungen zum Alltag gehören. Anhand des Bildes lässt sich meist erkennen,
- wie die Führungsstruktur des Unternehmens ist,
- wieviel Aufmerksamkeit Kunden, Ziele, Erfolg,.. bekommen
- ob Produkte/Angebote gut plaziert sind, u.v.m.
Es ergeben sich sehr schnell und für den Kunden er-SICHT-lich, welche Veränderungsmaßnahmen bezüglich des Anliegens Sinn machen. Je nach Offenheit (bzw. inzwischen geweckter Neugier) des Kunden können Aufstellungen mit ein oder mehreren Personen im Raum folgen, die dann noch wesentlich mehr Informationen liefern und auch Lösungssuche ermöglichen.
Bei größeren Veränderungsprozessen kommen Aufstellungen regelmäßig zum Einsatz (Reviews, Personalentscheidungen, Umstrukturierung, Führungsprobleme, etc.). Dies wird an einem konkreten Beispiel (Ausgründung einer größeren Dientleistungsgesellschaft innerhalb eines Konzerns) mit nachgestellten Aufstellungen erläutert.
Workshopleitung: Rolf Lutterbeck
Erleben Sie nach einer kurzen Einführung die Praxis einer klassischen Organisationsaufstellung, die sich zur Entwicklung schneller, individueller Lösungsansätze in verschiedensten Fragen rund um die Themen Zusammenarbeit – Effektivität, Führung – Management, Beruf – Berufung, Kundenbindung und Beratung von Unternehmen in der Organisations- und Teamentwicklung bewährt hat.
Anhand eines konkreten Anliegens aus dem Teilnehmerkreis können im Workshop Firmen- und Teamstrukturen, Kundenbeziehungen oder individuelle Entscheidungsfragen klärend beleuchtet werden.
Die Aufstellung der relevanten Systemelemente ermöglicht unmittelbare, oft überraschende Einsichten in die zugrundeliegende Dynamik der Problemstellung und eröffnet neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.
Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Klärung methodischer Fragen und Reflektion der Vorgehensweise.
Rekonstruktion eines Praxisbeispiels.
In dem Forschungsprojekt „Organisationsaufstellung als Beratungsmethode für Familienunternehmen und Familien der Familienunternehmen“ , schaue ich einem Organisationsaufsteller (Dr.Gunthard Weber) über die Schulter. Ich beschreibe, wie sich in der Interaktion von Aufsteller, Klient und Stellvertretern eine Realität entwickelt, aus der die Klientin Informationen für die Lösung des eigenen Anliegens gewinnt.
Unabhängig von der Aufstellung untersuchten zwei Forschungsteams das selbe Anliegen: Familiensoziologen um Prof. Bruno Hildenbrand (Friedrich Schiller Universität Jena)sowie Organisationssoziologen der Privaten Universität Witten Herdecke (Prof. Fritz Simon, Torsten Groth).
Welche Informationen werden in der Systemaufstellung im Unterschied zu den komplementären Forschungsansätzen generiert? Was kann die Organisationsaufstellung von der Soziologie lernen. Welche Schlüsse ergeben sich für eine Methodologie der Organisationsaufstellung?